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An Lahn und Dill

Die Lahnquelle

Hoch oben im Rothaargebirge, einige Kiliometer nördlich der hessischen Grenze, entspringt die Lahn. Sie befindet sich dabei in guter Gesellschaft. Ganz in der Nähe liegen auch die Quellen von Sieg und Eder. Alten Berichten nach entsprang die Lahn im Keller des Forsthauses, des Lahnhofs. Es war eine kluge Lösung, das alte Forsthaus direkt über der Lahnquelle zu errichten. So hatte man in Zeiten, in denen eine verlässliche Wasserversorgung noch nicht üblich war, stets Wasser im Haus. So konnte man auch verhindern, das die Quelle im Winter zufror.

Inzwischen ist das alte Forsthaus zu einer stattlichen Gaststätte weitergebaut worden. Um einen trockenen Keller zu haben, wurde die Lahnquelle nach draußen verlegt. heute gilt der kleine Teich, der Lahntopf, als Quelle der Lahn. Von hier aus sucht sie ihren Weg bergab in Richtung Biedenkopf und Marburg, um dann nach Westen hin zum Rhein abzubiegen. Bei Oberlahnstein mündet sie als respektabler Fluss in den Rhein.

 

Hier mündet die Lahn in den Rhein

Nach über 200 Kilometern mündet die Lahn bei Lahnstein, daher auch der Name, in den Rhein. Früher hat die Mündung sicher anders ausgesehen. Anders als heute war sie nicht mit großen Steinen befestigt. Das erfolgte erst, als die Lahn als Schifffahrtsweg genutzt wurde. Auf ihr wurden ungezählte Baumstämme aus dem Taunus und dem Westerwald an den Rhein geflößt. Dort wurden sie zu großen Flößen zusammengebunden und ins Ruhrgebiet und bis nach Holland getreidelt. Nachdem an der Ruhr die großen Kohlevorkommen entdeckt waren, verschifften unsere Vorfahren Eisenerz von Lahn und Dill an die Ruhr. Um nicht vom wechselnden Wasserstand der Lahn abhängig zu sein, wurde die Lahn mit vielen Staustufen und Schleusen bis nach Wetzlar zur Wasserstraße ausgebaut.

 

Das Wirtshaus an der Lahn

Nur wenige hundert Meter vor der Mündung der Lahn in den Rhein steht das Wirtshaus an der Lahn. Es war früher Treffpunkt für die Schiffer und Flößer von Rhein und Lahn. Hier, wo die beiden Flüsse aufeinandertrafen, war früher ein wichtiger Umschlagplatz für Waren, für Holz und für Erze. Was Wunder, dass sich hier Fuhrleute und Schiffer ein Stelldichein gaben. Die Wirtin von der Lahn muss wohl eine sehr anziehende Frau gewesen sein. Sonst wäre dem Soldaten, der damals in Lahnstein an der deutsch-französischen Grenze Wache hielt, nicht das Lied von dem Wirtshaus an der Lahn eingefallen.

 

Marburg an der Lahn

Gießen an der Lahn

Wetzlar an der Lahn

Weilburg an der Lahn

Limburg an der Lahn