Hessen-Guides.de und Hessen-Safari.de.
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Exkursion in die Wetterau

 

Übers letzte Juni-Wochenende habe ich mich wieder auf den Weg gemacht, um noch das eine und andere Bild aufzunehmen. Ich wollte mir auch noch einen genaueren Eindruck von der Wetterau verschaffen. Die liegt zwar quasi vor meiner Haustür, ist  aber eher recht selten das Ziel meiner Exkursionen.

 

Südlich von Friedberg konnte ich dieses Bild aufnehmen. Fotografisch hat es zwar seine Mängel, nicht aber hinsichtlich seiner Aussagekraft. Das Bild hat die Kraft für eine bewegende Unterrichtseinheit über Energiegewinnung und Energieverwendung.

 

Im Vordergrund sehen wir die weiten Getreidefelder der Wetterau, der Speisekammer Frankfurts. im Hintergrund sehen wir, verschwommen durch die heiße flimmernde Luft und auch die große Entfernung, die Hochhaus-Silhouette von Frankfurt.

 

Das Bild zeigt auch den großen Widerspruch unserer Zeit. Frankfurt  braucht Energie, erzeugt aber fast keine eigene Energie. Weil wir die hessischen Kohlekraftwerke bis auf einen Block bei Großkrotzenburg/Kahl am Main abgeschaltet haben und das Atomkraftwerk Biblis am Rhein stillgelegt haben, verfügt Hessen nicht mehr über genug eigene Energie. Die muss jetzt über große Entfernung nach Frankfurt transportiert werden. Das geht nur über Fernleitungen. Und das hat Konflikt-Potential.  Damit in Frankfurt die Lichter brennen können, müssen die Menschen längs der großen Energietrassen ertragen, dass ihr Lebensraum massiv beeinträchtigt wird.

 

Es wird Zeit, unsere Energie möglichst regionalnah zu produzieren. Wer Energie verbraucht, muss diese Energie dort produzieren, wo sie gebraucht wird. Das bedeutet wohnortnahe Windräder, wohnortnahe Solargewinnung, wohnortnahe Energiegewinnung durch Gaskraftwerke, Biogas-Kraftwerke und Wasserkraftwerke. Es kann nicht sein, dass wir unsere Kohlekraftwerke abschalten und Strom aus polnischen Kohlekraftwerken zukaufen. Es kann nicht sein, dass wir unsere Atomkraftwerke abschalten und Strom aus Atomkraftwerken jenseits der Grenzen verbrauchen. Vor diesem Hintergrund ist die Diskussion um saubere elektrische Mobilität einfach nur Fake.

 

Die jiddische Sprache hat ein Wort für ein solches Verhalten: Chuzpe, Verlogenheit !

 

Denken wir darüber nach.  Wolfgang Heller, Juni 2019

 

1 Lichtstunden für 10 € 

 

Anlässlich meines Ausflugs in die Wetterau habe ich mich auch vorher ein wenig näher mit dem Braunkohleabbau in Wölfersheim und dem dortigen Kraftwerk befasst. Auf den heimatkundlichen Seiten von Wölfersheim konnte ich lesen, dass in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Stunde Lichtstrom 40 Pfennige kostete. Damals verdiente mein Großvater als Former in einer Gießerei 35 Pfennige in der Stunde. Übertragen wir das mal und rechnen als Stundenlohn den Mindestlohn von 10 €, dann müsste nach dieser Rechnung heute eine knappe Kilowattstunde 10 € kosten. Gute Nacht !

 

Der Hessische Landtag in Wiesbaden

Ursprünglich hielten hier die Herzöge von Nassau Weilburg und Nassau Usingen Hof. 1806 einigten sich  beide, ihre Herzogtümer zu vereinigen und zukünftig in Wiesbaden zu residieren. Inzwischen ist das herzögliche Schloss Teil des Gebäudekomplexes des Hessischen Landtages. 

 

Die Neun in der Wetterfahne

Wenn ihr euch die Wetterfahne oben auf dem Eschenheimer Turm genau anseht, erkennt ihr eine 'Neun', die mit 9 Löchern in die Wetterfahne gestanzt ist.

 

Der Sage nach soll ein Wildschütz, der im Eschenheimer Turm eingekerkert war, die 9 Löcher in die Fahne geschossen haben. Seine Schießkünste sollen ihm ein Angebot, in die Stadtwache einzutreten gebracht haben, das er aber nich annahm. Er entschied sich für die Freiheit in den weiten Wäldern des Taunus und ward nie mehr gesehen. Nur hin und wieder soll nächtens ein Schuss durch die Hänge des Taunus gehallt haben.

 

Das Nadelöhr bei Friedewald im Seulingswald

Als ich das erste Mal durch das Nadelöhr kroch, war ich noch 50 Jahre jünger und ein gerüttelt Maß gelenkiger. Im Sommer 2018 haben wir das Nadelöhr im Seulingswald erneut besucht. Nach 50 Jahren.

 

1967 hatten uns unsere Professoren anlässlich einer der zahlreichen Exkursionen durch Hessen, die Teil unseres Geografie-Studiums waren, zum Nadelöhr geführt. Der Erzählung nach bleibt man gesund, wenn man durchs Nadelöhr kriecht. Deshalb haben sich früher auch die dicksten Kaufleute, die auf der alten Handelsstraße nach Thüringen unterwegs waren, durch das steinerne Nadelöhr, das wie so ein kleiner Triumphbogen aussieht, gezwängt. Und wenn sie nicht so recht durchgehen wollten, durften die Knechte auch schon mal vorne ziehen und hinten mit der Rute nachhelfen. Es ging ja um das Versprechen der Gesundheit. Selbst Bischöfe und Fürsten waren sich nicht zu schade, sich zu erniedrigen und auf dem Bauch durchs Nadelöhr zu kriechen.

 

Den Mann sollte man kennen

Wenn holländische Fußballspieler, Radfahrer, Eisläufer in orangefarbenen Trikots zu Wettkämpfen antreten, hat das auch ein wenig mit ihm zu tun. Wilhelm von Oranien gilt als Stammvater des holländischen Königshauses. Und was liegt bei dem Namen näher, als 'oranje', also orange zur Nationalfarbe zu machen ?

Das Denkmal, das an Wilhelm von Oranien erinnert, der die Holländer in den Religonskriegen gegen den spanischen König angeführt hat, steht hoch oben über Dillenburg am Fuß des Schlossturms, der neben einigen Ruinen und den Kasematten von früheren Festung erhalten ist.

 

Die WebSite www.hessenguide.de bzw. www.hessensafari.de ist ein privates Projekt. Die WebSite wird eingerichetet, geschrieben und fotografiert von Wolfgang Heller, 35789 Weilmünster im Taunus, Bieler Weg 5